ES WAR EINMAL

oder

SCHÖNE HEILE WELT?!

 

So mancher Mann - und sogar die eine oder andere Frau - wünschen sich die guten alten Zeiten zurück, als das Verhältnis zwischen den Geschlechtern noch klar war... oder zumindest wurde gerne so getan, als wäre alles klar. Na ja, nach dem mehr oder weniger gewaltsamen "Siegeszug" des Patriarchats in grossen Teilen der Welt, gab ja auch nichts anderes mehr...

EHE = ERRARE HUMANUM EST!

Männer konnten alles mögliche sein - und Frauen waren einfach diejenigen, deren natürliche Bestimmung es war, eine gute Mutter zu sein (d.h. Kinder zu gebären und aufzuziehen), eine gute Hausfrau zu sein (d.h. sich um den Haushalt zu kümmern; selbstverständlich einschliesslich Arbeiten im Garten oder auf dem Feld bzw. Mitarbeit im Geschäft des Ehemannes, sofern vorhanden, undsoweiterundsofort) und dabei natürlich auch noch eine treusorgende liebende Ehefrau zu sein, die alle allfälligen Macken ihres Ehemannes klaglos zu ertragen hatte, weil sich das so gehörte, denn schliesslich steht schon in der Bibel, dass die Frau die Gehilfin des Mannes sein sollte.

[Aha, also Patriarchale Verhältnisse, wie sie im Buche stehen!]

Da jedoch die allermeisten Leute schliesslich nichts anderes mehr kannten und sich auch nichts anderes mehr vorstellen konnten, wurde all das natürlich völlig normal.

Wie fanden denn Männer und Frauen zueinander bzw. wie kam es zu einer Heirat?

  • In besseren Kreisen wurden Ehen von den Eltern arrangiert, wobei von möglichen Erbfolgen bis zur Mitgift vieles bedacht werden musste - bei solchen Politischen Hochzeiten hatten Braut und Bräutigam nicht viel zu melden.
  • Ein Mann konnte bei einem anderen Mann um die Hand dessen Tochter anhalten und es folgte bei so manchen Sitten und Gebräuchen gewissermassen mehr oder weniger unverblümt ein "Verkauf" der Tochter bzw. ein "Kauf" der Braut (wobei ja aber perverserweise oft die Braut eine mehr oder weniger grosse Mitgift zu liefern hatte, obwohl sie es doch war, die von ihrer alten in die neue Familie verkauft wurde - seltsam!)
    Wenn die Frau Glück hatte, kannte sie den Mann bereits und war mit der Heirat einverstanden - aber wenn sie Pech hatte, war sie für den Rest ihres (oder seines *fg*) Lebens auf Gedeih und Verderb einem Mann ausgeliefert, den sie hasste.
  • Etwas seltener konnten Mann und Frau auch selbst und freiwillig entscheiden, zusammen zu sein - aber sogenannte "Friedel-Ehen" waren im Mittelalter eher selten (und oft nicht durch das Christliche Sakrament der Ehe abgesegnet... überhaupt wurde die "Ehe" von der Kirche erst relativ spät plötzlich als "heilig" verklärt!)

Es gab also bei Eheschliessungen keine grossen Gefühlsduseleien, denn meistens war es nur ein Geschäft - wenn sich die Brautleute zufälligerweise auch noch gut leiden mochten, so war das um so besser, aber keineswegs unumgängliche Voraussetzung für den "Handel"...
Und da die Heiraterei also ein Geschäft war, wurden potentielle Heiratskandidaten v.a. unter "geschäftlichen" Gesichtspunkten in Augenschein genommen. Wenn sich zwei Herren um eine Holde Schönheit bewarben (oder um eine Nicht-so-tolle-Schönheit mit mehr Mitgift dafür), so wählte der Vater natürlich nach Möglichkeit den Reicheren Verehrer als Schwiegersohn, ist ja logisch. - Und die Frauen hatten natürlich auch ein Interesse daran, einen möglichst reichen Ehemann zu bekommen, damit sie und ihre Kinder ein möglichst angenehmes Leben führen konnten. Vielleicht hätte so manch eine ja eigentlich lieber den Netten Hübschen mit dem knackigen Hintern gehabt; aber die Eltern würden ja vor Schreck tot umfallen, wenn sie plötzlich bei Nacht und Nebel mit einem Habenichts durchbrennen würde, und es ziemt sich nicht für eine gute Tochter, ihre Eltern zu enttäuschen...

Da jedoch die allermeisten Leute nichts anderes kannten und sich auch nichts anderes vorstellen konnten, war all das natürlich völlig normal.

Mit der Romantik kam plötzlich die gar seltsame Mode auf, dass nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen und sonstigen praktischen Erwägungen geheiratet werden sollte, sondern aus Liebe! Liebe?! Da war doch was... Ach ja, das ist doch dieses komische Gefühl, dass auftauchen kann, wenn zwei sich besonders gut riechen können... Nicht, dass es das nicht schon vorher gegeben hätte, Liebe und den ganzen Schmus, aber gleich aus Liebe heiraten?! Hmmm... am sichersten und besten ist es wohl immer noch, wenn sich die schönsten äh reichsten Frauen in die reichsten Männer verlieben - und umgekehrt natürlich! Denn auch bei aller Liebe... eine nicht standesgemässe Ehe bedeutet im allgemeinen Gesellschaftlichen Selbstmord.
Eine Adelige, die sich mit einem Bürgerlichen einlässt? Ojeee, Skandal! Wenn sich umgekehrt ein Adeliger mit einer Bürgerlichen einlässt... was soll's! Das ist schon immer vorgekommen und die Mägde sind ja nicht nur von den Knechten schwanger geworden... Problematischer wird's höchstens, wenn so ein Graf o.ä. seine Liebste auch noch heiraten will; aber wenn sie schön genug ist, kann es durchaus mal verziehen werden...

Da jedoch die allermeisten Leute nichts anderes mehr kannten und sich auch nichts anderes vorstellen konnten, war all das natürlich völlig normal.

Irgendwann hatten es manche Frauen schliesslich satt, immer nur Menschen zweiter Klasse zu sein und forderten beispielsweise Wahlrecht oder das Recht, auch studieren zu dürfen, und so manches andere wie etwa "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"... Irgendwie geisterte auf einmal das Schlagwort "Gleichberechtigung" durch die Welt.

An der grundsätzlichen "traditionellen" Rollenverteilung der breiten Masse von Männern und Frauen hat sich aber oft trotzdem nicht viel geändert, denn die meisten Männer beharren weiterhin mehr oder weniger auf ihrer Patriarchalen Macho-Rolle und die meisten Frauen fügen sich auch weiterhin mehr oder weniger in ihre Patriarchale Weibchen-Rolle, woran zunächst auch Radikal-Feminismus oft nicht viel ändert... Von der immer noch Patriarchalen Norm abweichendes Verhalten mag zwar schon irgendwie "modern" sein, gilt aber noch grösstenteils irgendwie als unmännlich bzw. unweiblich...
Es ist also alles komplizierter geworden! Manche sprechen sogar ganz offen von einem Geschlechter-Krieg... Aber Kompliziertheiten und auch manchmal recht seltsame Auswüchse gehören zu Gesellschaftswandeln wohl einfach dazu...

Da jedoch viele Leute nichts anderes mehr kennen und sich auch nichts anderes vorstellen können, ist all das natürlich völlig normal?

Heutzutage werden in unserer ach so modernen Gesellschaft nur noch selten Ehen arrangiert - oder Braut und Bräutigam haben zumindest die Wahl, ob sie wollen oder nicht. Es gilt auch nicht mehr wie früher der Usus, dass eine Braut jungfräulich in die Ehe gehen muss, während von einem Bräutigam durchaus erwartet wurde, dass er sich schon vor der Hochzeit die Hörner abgestossen hatte - heute ist es vielerorts normal, dass Männlein und Weiblein mehr als eine Beziehung im Leben haben... Serielle Monogamie nennt sich das. Dass eine selbst durch offizielle Heirat legitimierte Beziehung für den Rest des Lebens hält, ist nicht mehr unbedingt die Regel.

Aber herrscht nun etwa auf dem Partnermarkt wieder das Gesetz der Wildnis, wie in dunkler Vorzeit, noch bevor sich Gruppen von Menschen um fruchtbare Felder herum matriarchal organisierten, und bevor später das gewalttätige Patriarchat mit seinen Gesetzen die Oberhand gewann?
Ja und nein.
Es wird teilweise immer noch darum gestritten, welche mehr oder weniger typischen Verhaltensweisen nun eigentlich angeboren und welche erlernt sind, was oft nicht leicht oder gar nicht unterschieden werden kann, werden doch Bübchen und Mädchen quasi schon mit der Muttermilch auf die von der Gesellschaft erwarteten Geschlechterrollen getrimmt, ob das nun in ihrer Natur liegt oder nicht.

Ob Männlein und Weiblein zusammenfinden (erst mal egal für wie lange), hängt beispielsweise nicht zuletzt auch davon ab, ob sie ihn gut riechen kann (Unbewusst weiss sie also, ob sein Genetisches Material mit ihrem gut harmoniert und allfälliger Nachwuchs deshalb eine gute Chance hat, gross und stark und werden; dies gilt aber nicht, wenn sie die Pille nimmt und ihr "Geruchsempfinden" ihr deshalb eine Schwangerschaft vorgaukelt, denn in diesem Falle bevorzugt sie laut wissenschaftlichen Untersuchungen ja Männchen, die möglichst "familienähnlich" riechen...
[Was für mich übrigens eher ein Indiz dafür ist, dass Frauen in grauer Vorzeit lieber bei ihrer angestammten Mütterlichen Familie blieben, wo sie auch während der Schwangerschaft genug Unterstützung in der Sippe fanden, als dass sie sich und ihren Nachwuchs der "Gnade" eines wildfremden Partners auslieferten, der dann gewissermassen im Tausch für Sex sie und ihr Kind mit Fleisch versorgen sollte... Überhaupt ist der Mythos vom grossen Jäger eben grösstenteils wirklich nur ein Mythos!]
Ebenso können Männer unbewusst den Eisprung einer Frau riechen und finden sie dann gleich noch viel attraktiver... Mutter Natur wird sich dabei schon irgendwas gedacht haben! Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass den Mächten der Evolution dabei sowas vorschwebte wie das Ideal einer lebenslangen Monogamen Beziehung zwischen Frau und Mann...
Anstatt dass ständig neue Geschichten in Umlauf gebracht werden, weshalb Frauen angeblich von Natur aus "treu" sein wollen und Männern das Fremdgehen dagegen im Blute liegt, sollten doch diese (patriarchalen) Wissenschaftler endlich mal wirklich konsequent sein und die Abschaffung der Ehe fordern! Dann bräuchten Männer schliesslich auch nicht mehr "treu" zu sein, wenn es ja offensichtlich nicht in ihrer Natur liegt - und Frauen könnten ihr grösseres Bedürfnis nach Schutz und Familienzusammenhalt und was sonst noch alles ja geradesogut in Mütterlichen Sippschaften bzw. in Wahlverwandtschafts-Gemeinschaften ausleben. Treffen können sich Frauen und Männer ja trotzdem allemal, wenn sie beide gerade Lust und Laune haben...

Gleichberechtigung sollte nicht in Gleichmacherei enden - denn Frauen und Männer sind nunmal nicht gleich, nicht mal Männer und Frauen untereinander sind alle gleich - sondern einfach in der Gleichwertigkeit der Geschlechter, wo es kein prinzipielles "besser" oder "schlechter", sondern nur "anders" gibt. Schliesslich braucht es in dieser Welt Weibliches und Männliches Prinzip, sonst wird's einseitig, und nicht zu vergessen: Jedes Menschenwesen trägt Weibliche und Männliche Charakterzüge in sich! Denn "Reine Weiblichkeit" und "Reine Männlichkeit" sind nur Extreme, während sich die gewöhnlichen sterblichen Menschen irgendwo dazwischen tummeln...

Und da viele Leute nichts anderes kennen und sich auch nichts anderes mehr vorstellen können, ist all das natürlich völlig normal! ;-)

[


Es ging schon los in mehr oder weniger grauer Urzeit mit ADAM UND EVA oder war's doch eher EVOLUTION REVOLUTIONÄR? Wie auch immer, vieles liegt uns in den GENEN und doch kann man bei Menschlichen Verhaltensweisen oft nicht so recht unterscheiden zwischen NATUR ODER KULTUR?
Jedenfalls wurden die Menschen mehr und mehr und durch Druck auf allen Seiten kam es immer öfters zu mehr oder weniger gewaltsamen Konflikten wie etwa MATRIARCHAT - PATRIARCHAT... Wie auch immer, es entwickelten sich KULTUREN UND RELIGIONEN und oft wurden dabei aus irgendwelchen Gründen mehr oder weniger typische GESCHLECHTERROLLEN festgelegt... Wie haben sie denn angeblich zu sein, die FRAUEN?! Oder die MÄNNER?!
Und was ist eigentlich mit GLEICHBERECHTIGUNG? Bleibt man denn schliesslich mehr oder weniger den "Traditionen" treu, die jedem Menschenwesen von Geburt an aufgedrückt werden - oder gibt es BEFREIUNG UND/ODER SCHULDGEFÜHLE?
Ist im mehr oder weniger modernen Bemühen, frühere Benachteiligungen des "Zweiten Geschlechts" auszugleichen, gelegentlich auch mal etwas übertrieben worden - und braucht's deshalb auch FEMINISMUSKRITIK?
Will man trotz allem NOCH MEHR ÜBER FRAUEN UND MÄNNER?
Wie würde man es denn eigentlich gerne hören und formuliert haben... FRAUENSPRACHE/MÄNNERSPRACHE?
Was ist denn eigentlich mit der LIEBE???
Und FLIRTEN... WARUM, WOZU, WESHALB?

 


Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ)
Ausgabe: Ostern 2001

Völlig neue Töne aus Amerika

Neuerscheinung sorgt für großen Trubel in der Geschlechterdiskussion

Von Karolin Köcher


Jeanine hat beschlossen, in Zukunft diplomatischer zu sein und mindestens ein Mal in der Woche mit ihrem Mann zu schlafen, ob sie nun Lust hat oder nicht. Sie vergleicht Sex mit Wäsche waschen oder Großputz. "Ich habe auch nicht jedes Mal Lust dazu, aber hinterher ist die Wohnung sauber", sagt sie. Zitiert wird Jeanine von Laura Doyle. Die Seminartrainerin und Buchautorin will Frauen verlorenes Eheglück zurückbringen, indem sie alte weibliche Waffen wetzt. Erstaunlicherweise hat sie in Amerika Erfolg. In Deutschland sorgt ihr Buch bereits vor seinem Erscheinen im Mai für Debatten über ein neues Verständnis im Verhältnis der Geschlechter.

Eine diplomatische Frau überlässt ihrem Mann die Verantwortung für die gemeinsamen Finanzen, nimmt Geschenke dankbar an, äußert klar ihre Wünsche und überlässt ihm die Wahl der Mittel, sie zu verwirklichen. Das zumindest rät die 33-Jährige.

Solche Tipps sorgen im postfeministischen Zeitalter für Unmut. "Alle Maßnahmen zur Gleichstellung von Männern und Frauen werden dadurch konterkariert", schimpft Professorin Ingelore Welpe vom Kieler Institut für Frauenforschung.

"Beziehungs-Steinzeit" giftete der "Focus". "Ihre Botschaft ist von biblischer Klarheit, lässt sie sich doch

auf den Rat reduzieren: Unterwerft euch euren Ehemännern - dann wird alles gut!", höhnte die "Süddeutsche Zeitung". "Zweifellos liegt Mrs. Doyle mit ihren Ratschlägen voll im Trend", schreibt Elke Hartmann im "Focus". "Töchter von Müttern, die einst gegen Unterdrückung demonstrierten und ihre BHs verbrannten, tragen heute Wonderbras; nicht nur Serienheldin Ally McBeal würde ihre Karriere liebend gern für Ehemann und Kinderschar hergeben."

Zukunftsforscher Matthias Horx hat eine andere Theorie für die postfeministische Ära: Er sagt einen "New Deal" zwischen Männern und Frauen voraus. So könnte nach dem gewaltigen Boom der Erwerbsarbeit der Haushalt einer der begehrtesten Orte der Selbstverwirklichung werden, schreibt Horx in seinem Buch "Die acht Sphären der Zukunft". "Frauen ziehen sich - als Emanzipierte - aus der Tretmühle der Karriere zurück und überlassen den Stress im Job freiwillig den stresssüchtigen Männern." Frauen wollen berufstätig sein, heißt es weiter, aber sie wollen es im Sinne von selbstbestimmter Zeit.

Als "Haushaltsmanager" steuern sie eine Zeit lang die komplexen Abläufe einer modernen Familie - vom Innen-Design über die Kindererziehung bis zum Urlaub. Einige Haushaltstätigkeiten werden delegiert oder dazugekauft. Da bleibt Zeit für interessante Nebenjobs, Weiterbildung oder Hobbys. Das so genannte "Opting-Out", der Ausstieg beruflich erfolgreicher Power-Frauen sei in den USA bereits ein Trend.

Auch vielen Männern scheint der geordnete Rückzug ins Privat verlockend - "aber nur für eine gewisse Zeit, dann haben sie meist genug davon"; hat Forscherin Welpe beobachtet. Außerdem dürfe man nicht vergessen, dass sich überhaupt nur finanziell privilegierten Paaren diese Frage überhaupt stellt.

Der Goldmann-Verlag hat sich seine Entscheidung, Laura Doyles "The Surrendered Wife" (deutscher Titel: "Einfach schlau sein, einfach Frau sein") zu verlegen, nicht leicht gemacht: "Natürlich haben Thesen, Frauen könnten durchaus auf ihr eigenes Einkommen verzichten, auch bei uns eine Kontroverse ausgelöst", sagt Verlagssprecherin Elke Kreil. In der Gesellschaft bestehe aber Diskussionsbedarf.

Mehr als 50 Prozent der jungen gebildeten Frauen zieht es in heimische Gefilde im Sinne einer "modernen Hausfrau", stellt Horx fest: Emanzipierte Frauen hätten schon immer einkommensstarke Männer gesucht, die ihnen Selbstverwirklichungsökonomien jenseits der Erwerbstätigkeit ermöglichten.

Laura Doyle scheint es da weniger um weibliche Freiheit, sondern lediglich um eheliche Behaglichkeit zu gehen. "Üben Sie", so ihr Rat, "drei Zauberworte zu sprechen: 'Ich - kann - nicht'. Geben Sie ihrem Partner die Möglichkeit, Sie auf Händen zu tragen." Allerdings droht den diplomatischen Doris Days laut Doyle ein furchtbarer Fluch: Die Dramen und Kämpfe sind vorüber. das Leben könnte öde werden. (Von Karolin Köcher)


 

Hmmm... Fortschritt? Rückschritt? Geht alles in die verkehrte Richtung? Volle Fahrt zurück?
Da wird man ja ganz wirr im Kopf...

Na ja, jedes Menschenwesen sollte selbst wissen, was persönlich am besten ist [Das gilt nicht nur für irgendwelche "Beziehungen", sondern eigentlich für alles im Leben!] - und da kann es nicht schaden, den Kopf mal von dem ganzen Ballast von Kultureller und sonstiger Indoktrination zu befreien, um herauszufinden, was er/sie wirklich will, d.h. nicht nur was wollen, weil man meint, das würde sich einfach so gehören...
Aber sowas wie eine "Freie Wahl" hat man eigentlich nur, wenn die jeweilige Gesellschaft auch wirklich die Wahl freistellt und man nicht etwa wegen irgendwelcher Sitten und Gebräuche um den guten Ruf oder gar das nackte Leben fürchten muss... und leider sind wir auch in unserer ach so modernen Gesellschaft noch weit davon entfernt, wirklich aus freien Stücken so zu leben und alles mögliche tun und lassen zu können, wie es uns gefällt... *

Mit acht Worten Du die Hexen-Regeln erfüllst:
Solange Du niemand schadest - tu was Du willst!

 

 

*) Damit nicht etwa irgendwelche Missverständnisse aufkommen: Selbstverständlich plädiere ich keineswegs dafür, beispielsweise ohne Rücksicht auf Verluste auf der Strasse zu rasen, nur weil man den Geschwindigkeitsrausch so mag... (Nicht schaden!)
Es geht eher um solche Probleme, wie etwa dass beispielsweise bei der Geburt eines Kindes meist automatisch die Mutter zuhause bleiben "muss", sei es aus finanziellen Gründen oder weil ein Mann im Geschäft oder auch sonstwo blöd angesehen würde, wenn er "Erziehungsurlaub" nehmen würde, obwohl er sich vielleicht auch ganz gerne mehr ums Kind kümmern würde. In solchen Angelegenheiten (Hier geht's ja insbesondere um Themen zu "Männlein und Weiblein", falls es jemand noch nicht aufgefallen sein sollte... *smile*) hat man oft vor lauter Rollenklischees und meist noch darauf aufbauenden Gesetzen, Sitten und Gebräuchen, oft keine echte freie Wahl; oder man glaubt, man hätte keine Wahl...


 

 

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